Lastmesssystem LIS
(optional mit integriertem Lastkollektivspeicher)
An allen ABUS Seilzügen wird für die Hubwerksteuerung eine speziell entwickelte Steuereinheit LIS eingesetzt. Dieses Gerät ist in zwei Varianten verfügbar; als LIS-SE oder als LIS-SV Gerät. Beide Geräte beinhalten eine Überlastsicherung, die das Hubwerk sicher vor Überlastung schützt. Während beim LIS-SV Gerät die Lasterfassung durch einen Dehnungsmessstreifen-Signalgeber erfolgt, wird beim LIS-SE Gerät bei laufendem Hubmotor eine dreiphasige Strom und Spannungsmessung angewendet. Aus diesen beiden Größen berechnet LIS-SE die aktuelle Hakenlast. An beiden Geräten kann eine Lastanzeige zur Visualisierung der ausgewerteten Hakenlast angeschlossen werden.
Zur Ermittlung der bereits genutzten Betriebsstunden sind alle LIS-Geräte serienmäßig mit einem Betriebsstundenzähler ausgestattet. Für eine exakte Ermittlung der verbrauchten Nutzungsdauer kann das LIS aber auch mit einem Lastkollektivspeicher nach FEM 9.755 ausgeliefert werden. Hierdurch wird die tatsächliche Belastung und somit die Einhaltung sicherer Betriebsperioden gewährleistet. Die Werte des Lastkollektivspeichers können vom Betreiber selbst ausgelesen werden.
Zu den bereits genannten Funktionen werden noch eine Reihe weiterer Funktionen durch die LIS Geräte realisiert, die zu einem sicheren und wartungsarmen Betrieb aller ABUS Seilzüge führen. Vor thermischer Überlastung der Hubmotore schützen bedingt die integrierten Funktionen Motorüberstromschutz, sowie der geführte Anlauf. Der Motorüberstromschutz schaltet bei einem permanent zu hohen Motorstrom die Krananlage aus; der geführte Anlauf sorgt dafür, dass die schnelle Geschwindigkeit frühestens 0,5 Sekunden nach dem Steuersignal „schnell“ freigegeben wird. Hierdurch wird ein unzulässig hoher Tippbetrieb zwischen den beiden Geschwindigkeiten vermieden.
Eine weitere integrierte Funktion mit hohem Anwendernutzen ist die generatorische Bremsung. Bei jedem Bremsvorgang aus der schnellen Geschwindigkeit wird, vor Einfall der mechanischen Bremse, die Drehzahl durch eine generatorische Bremsung auf die langsame Hubgeschwindigkeit vermindert. Dieser Vorgang ist für den Anwender kaum spürbar; deutlich spürbar ist jedoch die wesentlich verlängerte Standzeit des Bremsbelags, im Vergleich zum herkömmlichen Betrieb.