Jelenia Plast investiert in Entwicklung unter Verwendung von ABUS Kranen


Die Herstellung von Kunststoffprodukten in einer großen Vielfalt stellt sowohl technologisch als auch organisatorisch eine große Herausforderung dar. Ein wichtiger Bestandteil des Herstellungsprozesses sind Krane, die ein sehr präzises Positionieren der Last ermöglichen und sich durch einen hohen Grad an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit auszeichnen. Aus diesem Grunde hat sich das polnische Unternehmen Jelenia Plast, am Fuße des Riesengebirges gelegen, erneut für Krane der Marke ABUS entschieden.

Jelenia Plast (www.jeleniaplast.com), Hersteller für Haushalts- und Gartenartikel im Spritzgieß- und Rotationsverfahren, ist seit 1992 in Betrieb und beschäftigt 400 Mitarbeiter. Eine stetig ansteigende Nachfrage nach Produkten des Unternehmens führte zum Ausbau der Werke um weitere Produktionsanlagen in Jelenia Gora. Die in der jüngsten Entwicklungsphase des Unternehmens getätigten Investitionen sorgten dafür, dass viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Durch zusätzliche Investitionen in die Produktionsmittel soll in der nächsten Zukunft zudem die Produktivität weiter gesteigert werden.

Die Kunststoffprodukte bei Jelenia Plast werden in einem Spritzgießverfahren hergestellt, wobei der Komplexitätsgrad des hergestellten Produkts das Gewicht der Spritzgießform bestimmt: dieses Gewicht kann zwischen 4 t und 25 t liegen. Diese Formen werden mit speziellen Haken in den Spritzgießmaschinen befestigt. Eine präzise und punktgenaue Montage der Formen in die Spritzgießmaschine, aber ebenso die Demontage dieser Formen, sind ein entscheidender Faktor für einen kontinuierlichen Herstellungsprozess, da ein hoher Grad an Genauigkeit bei der Positionierung einer schweren Last gefordert wird. Diesen Anforderungen müssen Laufkrane und Hebezeuge gerecht werden.

Bereits vor der Erteilung des neuen Auftrages wurde in der Fertigung von Jelenia Plast ABUS Technologie eingesetzt. Für Jelenia Plast zählt besonders die Zuverlässigkeit der Hebezeuge, so dass auch bei dieser neuen Investition ABUS Laufkrane zum Zuge kamen. Die neu entstandene Produktionshalle wurde mit insgesamt drei Zweiträgerlaufkranen ausgerüstet: es handelt sich zwei Krane mit einer Tragfähigkeit von 10 t, ein dritter Laufkran weist eine Tragfähigkeit von 40 t auf. Allen drei Kranen gemeinsam ist die relativ große Spannweite von 36 m.

Um eine punktgenaue Positionierung der Spritzgießformen zu erreichen, sind alle Krane frequenzumrichtergesteuert. Der Frequenzumrichten ABUliner für die Kranfahrbewegung am 40 t Laufkran ermöglicht ein stufenloses Beschleunigen und Halten jeder gewählten Geschwindigkeit. Die Bedienung erfolgt manuell von der Steuereinrichtung des Kranes aus. Der ABUliner wirkt dämpfend auf die Lastpendelbewegungen in Kranfahrtrichtung. Die beiden 10 t Krane sind in allen Bewegungsrichtungen frequenzumrichtergesteuert: neben der Kranfahrt auch für die Katzfahrt und für den Hubvorgang, so dass die Last, also die Spritzgießform, wie gefordert punktgenau positioniert werden kann. Alle Krane sind darüber hinaus mit einer Lastanzeige an der Kranbrücke mittels LED-Segmentanzeige ausgestattet (Ableseentfernung bis zu 50 m in Abhängigkeit der Sichtverhältnisse). Der Kranbediener, dem das Gewicht der anzuhebenden Form bekannt ist, vergleicht dieses mit dem angezeigten Wert auf dem Display und erhält auf diese Weise Informationen darüber, ob die Form komplett auf allen Haken ruht. Dadurch kann schon zu Beginn, wenn die Form aus der Spritzgießmaschine herausgenommen wird, einem ersten Lastpendeln entgegengewirkt und damit einer möglichen Beschädigung der Maschinenteile vorgebeugt werden.

Zur Steuerung der Laufkrane wird die ABUS Funksteuerung ABURemote (Joystick) eingesetzt, dank derer sich der Kranbediener im Bereich der Produktionsmaschinen sicher und frei bewegen und gleichzeitig die Positionierung der Formen gut im Auge behalten kann. Zusätzlich wurden an den Kranbrücken LED-Leuchten installiert, die insbesondere den Arbeitsbereich des Hakens ausleuchten.

Eine weitere Besonderheit dieses Projektes liegt darin, dass zwei Laufkrane, die mit einer Krandistanzierung ausgestattet sind, auf einer gemeinsamen Kranbahn laufen. Der dritte Laufkran bewegt sich auf einer darüber angebrachten Kranbahn und verfügt über einen Kollisionsschutz mittels Lichtschranke, der gewährleistet, dass der Kran gestoppt wird, sobald er sich den Kranen auf der unteren Kranbahn nähert. Mit den Laufkranen werden nicht nur die Spritzgießformen positioniert bzw. aus den Maschinen gehoben, sie werden darüber hinaus genutzt, um Formen in einen eigens dafür vorgesehenen Teil der Produktionshalle zu transportieren, in dem Reparaturen, Überprüfungen und Instandhaltung an den Formen bzw. an den Spritzgießmaschinen vorgenommen werden. Mit der Anordnung der Laufkrane auf zwei Ebenen soll ein mögliches Ausfallrisiko ausgeglichen werden, das in Phasen maximaler Arbeitsauslastung auftreten könnte, während derer gleichzeitig ein Austausch von Formen, aber auch deren Service, Reparatur etc. erfolgen muss.

Das gesamte Projekt wurde durch ABUS Crane Systems Polska (www.abuscranes.pl), der polnischen Tochterfirma der ABUS Kransysteme in Gliwice, betreut, die auch für diese Kraninstallation das gesamte Dienstleistungsspektrum abdeckt: von der Beratung und Auswahl der optimalen Materialflusslösung, über die Lieferung und Montage, bis hin zum Service.

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