Zehn ABUS Laufkrane bei einem Windenergieanlagenhersteller in Frankreich


Windkraft – vom Wind zum Licht

Wind bedeutet Bewegung. Er treibt das Segelschiff an ebenso wie die Flügel einer Windmühle, um ein Mahlwerk in Gang zu setzen und das Korn zu Mehl zu mahlen. Heutzutage macht sich der Mensch den Wind zunutze, um mit Windrädern Strom zu erzeugen. Dabei wird die kinetische Energie des Windes zunächst in mechanische Energie, diese dann wiederum in Elektrizität umgewandelt.
Deutschland, Dänemark und England gehörten zu den ersten Ländern, die die Windenergie gefördert haben. Auch in Frankreich werden vermehrt Windkraftwerke errichtet, wobei die Bretagne, im Nordwesten des Landes am windreichen Atlantik gelegen, auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle einnimmt.

 

ENERCON – ein Branchenriese in der Windenergie

ENERCON (www.enercon.de), ein im Norden Deutschland ansässiges Unternehmen, ist einer der Weltmarktführer im Bereich der Windenergieanlagen und in mehr als 40 Ländern vertreten. Die ENERCON Windräder erreichen eine Nennleistung zwischen 800 und 3.050 kW, die leistungsstärkste Anlage sogar 7.580 kW. Das Unternehmen stellt unter anderem den für das Windrad erforderlichen Stahlrohr- oder Betonturm her, der eine Höhe von bis zu 76 m erreichen kann. Je nach Standort ist dieser Turm einer hohen Belastung ausgesetzt, der er unter allen Betriebsbedingungen standhalten muss. Die ENERCON Stahlrohrtürme werden in mehreren Turmsektionen gefertigt und mit Flanschen verbunden, die Betontürme bestehen aus einzelnen Betonfertigteilelementen mit einem Durchmesser bis 14,50 m. Die Herstellung der Türme erfolgt nicht nur gemäß der national und international gültigen Vorschriften, darüber hinaus prägt ENERCON eigene Produktstandards, die in Bezug auf Qualität und Sicherheit Maßstäbe setzen. Auch das Design der Türme, Ergebnis einer konsequenten Forschungsarbeit, ist ein Kernpunkt in der Produktion. So können Turmsektionen mit großem Durchmesser in Halbschalen geliefert werden, um den Transport zum Installationsort sicherzustellen. Zum Ausbau der europaweiten Fertigungskapazitäten eröffnete ENERCON im Sommer 2012 in Compiègne (im Nordwesten Frankreichs) eine Produktionseinheit zur Herstellung von Betontürmen. Für ENERCON ist diese Fertigungsstätte ist nicht nur eine Premiere in Frankreich, es ist auch die erste Fertigung eines Windenergieanlagenherstellers in Frankreich überhaupt.

 

Mit ABUS im Aufwind

Zum Transport der Betonteile wurden in den vier Hallen des Standortes in Compiègne insgesamt zehn Laufkrane mit einer Spannweite von 23 m und einer Tragfähigkeit zwischen 10 und 80 t installiert. Beratung, Verkauf sowie Montage und Inbetriebnahme erfolgten durch ABUS Levage France (www.abus-levage.fr) in Nancy, der französischen Tochtergesellschaft der ABUS Kransysteme GmbH. Die Hallen 1 und 2 werden für Lagerzwecke genutzt und sind mit zwei Einträgerlaufkranen ELK mit einer Tragfähigkeit von 10 t sowie einem Zweiträgerlaufkran ZLK mit 32 t Tragfähigkeit ausgestattet. Die auf dem Zweiträgerlaufkran eingesetzte Zweischienenlaufkatze ZA mit Zwillingshubwerk in abgesenkter Bauart ermöglicht hierbei die optimale Ausnutzung des Freiraumes nach oben. Bei den Hallen 3 und 4 handelt es sich es um Produktionseinheiten, in denen die einzelnen Betonsegmente zu Teilstücken des zukünftigen Turmes zusammengesetzt werden. In diesem Bereich werden ausschließlich Zweiträgerlaufkrane mit Laufkatzen in abgesenkter Bauart eingesetzt, um auch hier eine optimale Ausnutzung des Raumes zu gewährleisten. In einem weiteren Lagerbereich wird  ein Zweiträgerlaufkran mit einer Tragfähigkeit von 80 t im Außenbetrieb eingesetzt: zum Schutz gegen Witterungseinflüsse ist er mit einer Sonderlackierung sowie Schutzdächern für das Hebezeug, die Motoren und die Schützkästen ausgerüstet. Alle Krane werden mit einer ABUS Funkfernsteuerung betrieben.
Die örtlichen ABUS Service- Montageteams arbeiteten in mehreren Teilabschnitten von Juli bis September an der Installation und Inbetriebnahme der Krane, so dass die Fertigung am 19.10.2012 ohne Hindernisse feierlich eröffnet werden konnte.

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