ABUS Krane bei der South Devon Railway


Die South Devon Railway (www.southdevonrailway.co.uk) ist die älteste historische Dampfeisenbahn im Südwesten Englands. Sie wurde im Jahr 1969 mit dem Ziel wiedereröffnet, Besucher buchstäblich in die Vergangenheit der Dampfeisenbahnen zurück zu transportieren, wobei gleichzeitig eine moderne Ausstattung für ein ungetrübtes Fahrvergnügen sorgt.

Die landschaftlich reizvolle Bahnstrecke mit einer Länge von etwas mehr als 11 Kilometern wird von einer gemeinnützigen Stiftung betrieben und ist eine der zehn schönsten historischen Bahnen in Großbritannien. Die vielen positiven Kommentare in Reiseportalen wie TripAdvisor sind ein klarer Beleg für den herzlichen Empfang und das nostalgische Ambiente bei der South Devon Railway.

Der zweimillionste Besucher seit 1991 wurde im Juni 2014 befördert. Die Stiftung verfügt über 13 Dampflokomotiven, 12 Diesellokomotiven und über 30 historische Waggons, die repariert und gewartet werden müssen. Diese Arbeiten werden innerbetrieblich ausgeführt.

Ihr äußerst guter Ruf für Konstruktionsarbeiten macht die South Devon Railways zu einer in ihrem Gebiet ungewöhnlichen oder vielleicht sogar einzigartigen kommerziellen Touristenattraktion und sorgt darüber hinaus dafür, dass die Bahnindustrie und andere historische Dampfeisenbahnen in ganz Großbritannien mit nagelneuen Komponenten beliefert werden können.

Die South Devon Railways weist einen jährlichen Umsatz von über drei Millionen Euro auf und beschäftigt etwa 50 bezahlte Mitarbeiter. Hauptsächlich wird sie jedoch von etwa 600 Freiwilligen mit regelmäßigen Arbeitszeiten betrieben. Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter füllen die Rollen der Zugführer, Heizer, Schaffner, Stellwerkswärter und Bahnhofsvorsteher aus. Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter sind speziell in sicherheitsrelevanten Fragen geschult und hochkompetent, denn auch der ehrenamtliche Bahnbetrieb unterliegt den gleichen Normen und Anforderungen wie das kommerzielle landesweite Bahn- und Schienennetz.

Die jüngste Investition in die Reparaturwerkstätten umfasste unter anderem zwei ABUS Laufkrane, beides Einträgerlaufkrane mit jeweils 8 t Tragfähigkeit und GM3000 Seilzug. Der kleinere Einträgerlaufkran hat eine Spannweite von etwas weniger als 4 m und wird in der Nebenhalle für Komponentenreparaturen und Instandsetzungsarbeiten betrieben, wofür 6 m Hakenhöhe an dieser Stelle ausreichend sind.

Der größere Einträgerlaufkran mit einer Spannweite von 9,15 m arbeitet in der Haupthalle und wird dort eingesetzt, wo Komponenten direkt aus den Zügen entfernt oder in Züge eingebaut werden. Dafür wurde dieser Kran in der Haupthalle aufgebockt, um die vorhandene Hallenhöhe bestmöglich auszunutzen und um sicherzustellen, dass die Komponenten über die Lokomotivmotoren gehoben werden können. Die Aufbockung beträgt 1100 mm von der Oberkante der Kranschiene bis zur Oberkante des Krans. Die Gesamthöhe des Krans ermöglicht einen Hakenweg des Seilzuges von 10 m.

Beide Krane sind mit Grenzschaltern für Kranfahren ausgerüstet, so dass die Krane automatisch zunächst die Geschwindigkeit reduzieren und dann anhalten, wenn das jeweilige Ende der Laufbahn erreicht ist. Kranfahren und Heben ist jeweils zweistufig, was bei allen ABUS Kranen Standard ist. Der Kranbediener kann so eine langsamere Geschwindigkeit wählen, um Lasten präzise zu positionieren.

Die Krane wurden von ABUS Crane Systems Ltd. (www.abuscranes.co.uk), der ABUS Tochterfirma in Großbritannien, geliefert und montiert. Die ABUS Kundendatei spiegelt die aktuellen Investitionen im Bahnsektor im Vereinigten Königreich wider: so zählen der Eurostar und das London Crossrail Projekt zum Kundenkreis, an den in jüngster Vergangenheit ABUS Krane geliefert wurden; verschiedene Generalunternehmer bezogen zudem Hebezeuge, die in Wartungshallen für die routinemäßige Zugwartung eingesetzt werden.

Fotos: Paul Pridham (SDRE)

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