ABUS Krane bei RANDON Implementos in Brasilien


Den Transport und die Logistik in einem Land von kontinentalen Ausmaßen wie Brasilien zu optimieren, ist keine leichte Aufgabe. So wurde von der brasilianischen Regierung schon unter der sogenannten Alten Republik (1889) der Straßenbau vorangetrieben. Bis heute sind die Straßen die wichtigsten Transportadern des Landes und stehen mit einer Gesamtlänge von ca. 1,8 Mio. km an vierter Stelle der weltweit größten Straßen- und Autobahnnetze. Die berühmteste Autobahn Brasiliens – Rio-São Paulo genannt – wurde 1926 gebaut, bis 1940 war sie die einzige asphaltierte Straße Brasiliens. Der landesweite Ausbau des Straßennetzes zog in der Folge auch große Autobauer wie Volkswagen, Ford und General Motors an, die Produktionsstätten an verschiedenen Standorten aufbauten. Der Ausbau des Straßennetzes einhergehend mit dem Aufbau der Automobilindustrie wird bis heute in Brasilien als ein Symbol der Modernität dieser Epoche gesehen. Dieses dynamische Umfeld brachte zudem in der Transportbranche spezialisierte Unternehmen hervor, die zum einen den Transport von Gütern in die unterschiedlichen Regionen des Landes optimieren, zum anderen aber auch die Sicherheit auf den Straßen erhöhen wollten. Zu diesen Unternehmen zählt die Firma Randon S/A Implementos e Participações (www.randon.com.br), in Caxias do Sul, im Bundesstaat Rio Grande do Sul ansässig.

Randon ist mit ca. 400.000 verkauften Einheiten der größte Hersteller von Anhängern und Sattelaufliegern in Südamerika und verfügt über mehrere Produktionsanlagen; von dort werden die Anhänger in mehr als 70 Länder exportiert. Das Randon Produktportfolio umfasst nicht nur Anhänger und Auflieger unterschiedlicher Größe, sondern auch für verschiedene Anwendungsbereiche und Transportgüter, darunter z.B. Fahrzeuge für Schüttgut, Tank- und Kühlanhänger oder Spezialfahrzeuge für den Transport von Zuckerrohr.

Logistik und Materialfluss ist auch für Randon selber ein zentrales Thema. Als es darum ging, den bestehenden Prozessablauf in der Produktion zu ändern und den Materialfluss zu optimieren, suchte Randon den Kontakt zur Firma Eidt-Ciriex (www.ciriexabus-cranes.com.br), der in Porto Alegre ansässigen ABUS Vertretung in Brasilien. Gustavo Trentin, der bei Randon Implementos für die Analyse der Engineering-Prozesse zuständig ist, beschreibt die wesentliche angestrebte Änderung des Produktionsablaufs so: in der Vergangenheit wurde die Lackierung an einer kompletten Einheit, bestehend aus Fahrgestell und Aufbau, durchgeführt, was aufwendige Abdeck- und Isolierungsarbeiten verlangte. Mit der Einführung eines neues Arbeitsbereichs, in dem Fahrgestell und Aufbau separat lackiert und erst dann zu einem kompletten Fahrzeug zusammengeführt werden, sollten sowohl die Produktivität als auch die Qualität des Endprodukts wesentlich gesteigert werden. Für die geänderten Produktionslinien war auch eine neue Bekranung des Produktionsbereiches erforderlich. Randon setzt bereits seit über 16 Jahren ABUS Kransysteme unterschiedlicher Tragfähigkeit und Ausprägung ein und so kommen auch bei diesem Projekt nach Analyse der Transportaufgabe und Beratung durch Eidt-Ciriex ABUS Krane zum Einsatz.

Zentrale Komponenten der neuen Bekranung sind zwei Einträgerlaufkrane mit einer Tragfähigkeit von jeweils 12,5 t. Beide Laufkrane sind wiederum mit jeweils zwei Elektro-Seilzügen mit einer Tragfähigkeit von jeweils 6,3 t ausgerüstet. Je nach Art und Größe der zu transportierenden Last können sowohl die beiden Seilzüge an einem Kran im Tandembetrieb als auch die beiden Krane selbst im Tandembetrieb genutzt werden. Im Tandembetrieb bewegen sich die beiden baugleichen Krane mit derselben Geschwindigkeit parallel in die angesteuerte Richtung, sie führen also Kranfahren, Katzfahren und Heben / Senken der Last im Duo aus. Werden beide Seilzüge und beide Krane im Tandembetrieb eingesetzt, kann somit eine Last an vier Punkten angeschlagen und transportiert werden, was besonders bei der Positionierung der lackierten Aufbauten auf das Fahrgestellt für mehr Sicherheit und Bedienkomfort sorgt. Selbstverständlich können beide Krane auch unabhängig voneinander im Einzelbetrieb genutzt werden, sobald die Funktion „Tandemsteuerung“ abgeschaltet ist. Entsprechend der komplexen Bediensituation verfügen die Krane über umfangreiche Sicherheitsfunktionen, die z.B. dafür sorgen, dass bei Überlastung eines der Hubwerke beide angehalten werden.

Insgesamt sind bei Randon in den unterschiedlichen Produktions- und Montagebereichen 62 Elektro-Seilzüge, 113 Elektro-Kettenzüge, 19 Laufkrane und 12 HB-Systeme (modulares Leichtkransystem für Lasten bis 2 t) im Einsatz.

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