ABUS Materialflusslösung bei São José Industrial – einem brasilianischen Hersteller von Landmaschinentechnik


Der Sektor Landmaschinen und -geräte ist einer der am schnellsten wachsenden in Brasilien. Dieser Bereich trotzt der seit 2015 anhaltenden Wirtschaftskrise und ist weiter auf Expansionskurs. Nach ersten Prognosen des brasilianischen Verbandes der Maschinen- und Anlagenbauer (Abimaq) konnte in dieser Branche 2018 eine Umsatzsteigerung von 8% erzielt werden. Laut dem Präsidenten der Abteilungskammer für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, Pedro Estevão de Oliveira, wird dieses Wachstum nach letzten Berichten sogar zwischen 10% und 15% liegen. Für das Erntejahr 2019 wird ebenfalls eine sehr positive Entwicklung erwartet.

Es war das Vertrauen in dieses Wachstum und in die wirtschaftliche Erholung Brasiliens, das den Direktor von São José Industrial (www.saojoseindustrial.com.br), Herr Geraldo Recktenwald, dazu bewog, in den Neubau einer Fertigung in Stadt São José do Inhacorá im Bundesstaat Rio Grande do Sul zu investieren.

Mehr als 50 Millionen R$ (ca. 11,5 Mio. EUR) wurden in den Bau einer neuen Fertigung investiert, womit die Produktionskapazität verdreifacht werden konnte. Auf einer Gesamtfläche von 87.000 m² werden nun 16.900 m² von der Produktion und mehr als 5.000 m² vom Verwaltungsbereich eingenommen. Hier produziert das Unternehmen u.a. Güllewagen, Düngemittelverteiler, Freischneider, Schredder, Feldhäcksler sowie Planen und Winden für Traktoren. Das Unternehmen konnte im vergangenen Jahr sein 25-jähriges Firmenjubiläum begehen und ist einer der größten Arbeitgeber in São José.

Das Unternehmen, das ständig in Innovationen investiert, erwartet auch von seinen Partnern hohe Zuverlässigkeit und eine entsprechende Technologie. Mit dem Bau der neuen Fertigung will das Unternehmen gleich mehrere Ziele erreichen: verbesserte Intralogistik bei der Bewegung von Lasten, deutliche Reduzierung des fertigungsinternen Gabelstaplerverkehrs sowie die Sicherstellung dynamischer Produktionsprozesse.

"Nachdem der Materialfluss und die Aufteilung in Produktionsabschnitte festgelegt worden waren, haben wir CIRIEX ABUS (www.ciriexabus-cranes.com.br) eingeladen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um eine größere Dynamik in der internen Materiallogistik zu gewährleisten. CIRIEX ABUS hat das Projekt und unser Anliegen gut verstanden und Lösungen zur Optimierung unserer Prozesse vorgestellt“, stellt Geraldo Recktenwald fest.

"Wir haben viele Möglichkeiten diskutiert und dann Lösungen vorgeschlagen, die den Bedürfnissen von São José entsprechen. Wir haben den Ablauf so weit wie möglich standardisiert, um die Wartung zu erleichtern und die Ersatzteilhaltung zu optimieren", erklärt Sergio Eidt, Direktor von CIRIEX ABUS, dem brasilianischen Partner von ABUS Kransysteme.

Für diese Lösung wurden insgesamt sechs Einträgerlaufkrane geliefert: zwei dieser Laufkrane sind mit einem Elektro-Seilzug mit einer Tragfähigkeit von 3.200 kg ausgestattet, beide Krane arbeiten im Tandem (hierunter versteht man den gemeinsamen Betrieb von zwei Laufkranen durch einen einzigen Bediener). Zwei weitere Krane können ebenfalls im Tandem betrieben werden, weisen jedoch mit eine höhere Tragfähigkeit auf: beide Seilzüge können Lasten bis zu 6.300 kg heben. Im oberen Transportlevel, in dem die größeren Lasten bewegt werden, arbeiten zudem zwei weitere Einträgerlaufkrane, die ebenfalls über eine Tragfähigkeit von jeweils 3.200 kg verfügen. Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Kranen arbeiten diese beide Krane jedoch ausschließlich im Einzelbetrieb und nicht im Tandem. Die interne Materiallogistik wird durch die Installation von zwanzig HB-Anlagen für Tragfähigkeiten zwischen 250 kg und 2.000 kg abgerundet. Das modulare HB-System wird in der Fertigung von São José zum Transport bzw. zur Montage kleinerer Teile und Komponenten eingesetzt und bildet so im Fertigungsprozess eine komplette Produktionslinie. Mit einem Säulenschwenkkran, der eine Tragfähigkeit von 250 kg aufweist, wird zudem ein einzelner Montagearbeitsplatz bedient. Das Ziel bzw. der Wunsch des Kunden, einen dynamischen Fertigungsprozess zu schaffen, konnte dank der Kombination mehrerer ABUS Krantypen, in Abhängigkeit der Tragfähigkeit und des jeweiligen Einsatzortes des Kranes, erreicht werden.

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