ABUS Krane im Rolls-Royce Marine Service Center in Polen


Rolls-Royce – nicht nur Autos

Die Marke Rolls-Royce wird im Allgemeinen mit Luxusautos assoziiert. 1998 übernahm Volkswagen die Rechte, unter diesem Namen Fahrzeuge zu produzieren, 2003 gingen diese Rechte dann auf BMW über. Die Prestigemarke Rolls-Royce ist jedoch weiterhin in vielen Industriebereichen vertreten und behält  dort ihre hohen Qualitätsstandards in Produktion und Service bei. Derzeit ist Rolls-Royce bei der Entwicklung und Auslieferung von Antriebselementen in vielen unterschiedlichen Branchen führend, so z.B. im Energiesektor. Rolls-Roye ist zudem weltweit der zweitgrößte Hersteller von Flugzeugtriebwerken. Darüber hinaus ist das Unternehmen für Produkte, die ihre Verwendung in der Schifffahrtsindustrie finden, sehr bekannt: dazu zählen etwa Antriebssysteme, Lager, Dichtungen, Turbinen und Schiffsschrauben. Rolls-Royce konzipiert und produziert zudem Automations-, Steuer- und Regelanlagen sowie Systeme zur Energieversorgung auf Schiffen an. Das Portfolio wird durch Maschinenanwendungen an Deck und integrierte Systemlösungen abgerundet.

Gdynia als Investitionsstandort für Rolls-Royce Neubau

Rolls-Royce Marine Poland stellt einen Geschäftsbereich der Schiffsindustrie von Rolls-Royce dar. Im Jahre 2011 wurde in diesem Bereich ein modernes Rolls-Royce Marine Service Center in Gdynia (nördlich von Danzig gelegen) errichtet, das sich auf Service- und Reparaturarbeiten für die breite Produktpalette im Schiffsbereich konzentriert. Von diesem Standort aus werden sowohl inländische Kunden bedient, als auch Abnehmer neuer Produkte im gesamten Ostseeraum beliefert. Gdynia nahm im Ranking des Forbes Wirtschaftsmagazins in der Kategorie von 150.000 – 300.000 Einwohnern den ersten Platz für Attraktivität als Businessstandort ein und so fiel die Wahl für diese Investition durch Rolls-Royce nicht von ungefähr auf diese Stadt. In Gdynia hat Rolls-Royce ein  ca. 6.700 m² großes küstennahes Gelände von der Stadt gepachtet und dort auf einer Fläche von 2.000 m² ein Kombination aus Büros und Werkstatthallen errichtet. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf insgesamt ca. 5 Mio. EURO.  Um einen reibungslosen Materialfluss und Transport von Teilen und Komponenten sicherzustellen, wurde für das Projekt ein detaillierter Einsatzplan für die Krananlagen ausgearbeitet. Diese Aufgabe übernahm die in Gliwice ansässige ABUS Crane Systems Polska sp. z o.o. (www.abuscranes.pl), die polnische Tochtergesellschaft des deutschen Kranherstellers ABUS Kransysteme GmbH

Die ABUS Materialflusslösung

ABUS Polska lieferte zwei Laufkrane sowie einen freistehenden Säulenschwenkkran an das Rolls-Royce Service Center. Schwere Transportaufgaben werden in erster Linie von einem Zweiträgerlaufkran ZLK mit einer Spannweite von 18,2 m, auf dem zwei Elektro-Seilzüge mit einer Tragfähigkeit von 30 t bzw. 15 t betrieben werden, übernommen. Die Seilzüge sind mit einer Funkfernsteuerung für Tandembetrieb ausgestattet. Über ein LED Display wird das Gewicht der aktuell gehobenen Last angezeigt. Kran- und Katzfahrt werden durch Frequenzumrichter gesteuert, die eine sanfte Fahrkultur sowie eine einstellbare Beschleunigung ermöglichen. Ein auf einer zusätzlichen freistehenden Stahlbaukonstruktion installierter Einträgerlaufkran vom Typ ELV mit einer Spannweite von lediglich von 5 m unterstützt den ZLK Hauptkran. Auf dem ELV Kran kommt ein Elektro-Kettenzug Typ GM6 kompakter Bauart und mit einer Tragfähigkeit von 2 t zum Einsatz. Das „ABUS-Trio” wird durch einen Säulenschwenkkran Typ VS mit einer Auslegerlänge von 5 m und einer Tragfähigkeit von 3,2 t komplettiert. Der Schwenkbereich beträgt n x 360 (in beide Richtungen).

Das innovative Rolls-Royce Marine Service Center beschäftigt mehrere Dutzend hochqualifizierter Schiffsbauingenieure und strebt eine Zusammenarbeit mit vielen Geschäftspartnern in Polen sowie in den Anrainerstaaten der Ostsee an.

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