ABUS Zweiträgerlaufkran ZLK mit zwei Hebezeugen beim Pumpenhersteller KSB


Das Prinzip der sogenannten „Schneckenpumpe“ bzw. der „Archimedischen Schraube“, mit dessen Hilfe Wasser zu Be- und Entwässerungszwecken auf ein höheres Niveau gefördert werden kann, findet auch heute noch in vielen Fällen Anwendung. Die Schneckenpumpe geht auf eine Entwicklung zurück, die dem griechischen Mathematiker, Erfinder und Ingenieur Archimedes im 3. Jahrhundert v.Chr. zugeschrieben wird. In der Welt der industriellen Anwendungen müssen Substanzen mit unterschiedlichsten Eigenschaften durch Pumpen gefördert werden, egal ob dick- oder dünnflüssig, aggressiv oder sogar mit festen Bestandteilen. In der industriellen Pumpen- und Armaturentechnik zählt heute der KSB-Konzern (www.ksb.com) mit seinem Hauptsitz im pfälzischen Frankenthal zu den weltweit führenden Herstellern von Pumpen, Armaturen und den entsprechenden Zusatzleistungen im Bereich Service und Instandhaltung. Das traditionsreiche Unternehmen wurde 1871 durch Johannes Klein gegründet, nachdem ihm für seine Erfindung eines sogenannten „Kesselspeiseautomaten“ ein Patent erteilt worden war. Bereits 1896 wurde in Großbritannien die erste KSB-Auslandsgesellschaft gegründet. Heute sorgen mehr als 16.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern dafür, dass KSB Pumpen und Armaturen überall dort zum Einsatz kommen, wo es um den Transport oder die Absperrung von Flüssigkeiten geht, so z.B. in der Energietechnik, der Wasser- und Abwassertechnik, aber auch im Bereich des Bergbaus.

Die auf den jeweiligen Einsatzfall bzw. auf das Fluid angepasste Pumpe kann dabei in Baugröße, Gewicht und Abmessung stark variieren. Eine der Baureihen, die am Stammsitz der Firma hergestellt wird, zeichnet sich vor allem durch hohe Fördermengen bei geringem Druck aus. Sie kommt z.B. in Meerwasserentsalzungsanlagen oder in der Trinkwasseraufbereitung zum Einsatz, wo sie ein Volumen von bis zu 100.000 m³ / h fördert. Die Bauteile dieser bis zu 20 m hohen Pumpen werden in Einzelteilen liegend in die Montagehalle transportiert, die Komplettierung der Pumpe erfolgt dann in senkrechter Position. Zur Bewältigung dieser anspruchsvollen Handhabungsaufgabe lieferte ABUS einen Zweiträgerlaufkran ZLK mit zwei Elektro-Seilzügen von je 60 t Tragfähigkeit, die sowohl das Heben und Senken der Last als auch einen Wendevorgang ermöglichen. Bei beiden Hebezeugen handelt es sich um Zweischienenlaufkatzen mit Zwillingshubwerk, mit denen im Montageprozess 2,5 bis 45 t schwere Einzelteile gehoben und gewendet werden. Dabei erfordern die einzelnen Montageschritte sowohl ein sehr feinfühliges Heben und Senken beim Einpassen einzelner Pumpenelemente als auch einen schnellen Transport z.B. mit einer Teillast, um so eine spürbare Zeitersparnis zu erzielen. Ermöglicht werden die vier von KSB geforderten Geschwindigkeiten durch den ABUliner Frequenzumrichter: in der Steuervariante „Superfeinhub“ können stufenlos steuerbare Geschwindigkeiten von 0,2 bis 1 m / min erzielt werden. Umgekehrt können mit der sogenannten „High Speed“ Variante lastabhängig Hubgeschwindigkeiten von bis zu 12,6 m / min realisiert werden. Nach dem Zusammenbau müssen die fertig montierten Pumpen dann innerhalb der Montagehalle zum Pumpenprüfstand weitertransportiert werden.

Besonders das Wenden von schwebenden Lasten ist eine Aufgabe, die nur mit großer Sorgfalt und Vorsicht durchgeführt werden kann. Um die beiden Katzen beim Wenden der Last unabhängig voneinander bedienen zu können, kommt bei KSB die ABUS Funkfernsteuerung ABURemote mit drei Meisterschaltern zum Einsatz. Während mit dem linken Joystick das Kranfahren gesteuert wird, hat jede der beiden Katzen zum Fahren sowie zum Heben / Senken einen eigenen Hebel. So kann der Kranbediener beide Seilzüge unterschiedlich schnell und auch gegenläufig betreiben, wodurch das Wenden der Last eingeleitet wird. Im weiteren Verlauf kann er die Katzen aufeinander zufahren lassen, bis die länglichen Bauteile der Pumpen schließlich vollständig an nur einem Haken hängen. Für zusätzliche Sicherheit sorgen eine Großlastanzeige, auf der der Kranbediener die im Haken befindliche Last ablesen kann sowie eine Ausleuchtung des Arbeitsbereiches durch vier am Kran angebrachte Halogen-Lampen.

Nahezu jeder Montageschritt für die 40 Pumpen, die hier pro Jahr gefertigt werden, ist mit einem Hubvorgang verbunden. Für die 20 Mitarbeiter der Montagehalle haben sich durch die Installation des neuen ABUS Kranes erhebliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen sowie eine Effizienzsteigerung ergeben.

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