Ein Haus geht auf Reisen – Fertighaushersteller SmartHouse setzt ABUS Zweiträgerlaufkrane ein


Was haben ein Spezialist für modularen Premiumhausbau aus Ostwestfalen und ein oberbergischer Hersteller für Standard-Kransysteme gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel….. Die Gemeinsamkeiten zeigen sich erst auf den zweiten Blick: beide Unternehmen setzen standardisierte Bauteile und Komponenten ein, um die individuellen Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen und beide stehen beim Transport der fertiggestellten Produkte oft vor einer großen logistischen Herausforderung. Bei uns als Kranhersteller können dies Hauptträger mit einer Länge bis zu 40 m sein, bei unserem Kunden SmartHouse (www.smart-house.com) Hausmodule mit Abmessungen von bis zu 4,50 m Breite und 14 m Länge. Das Unternehmen mit Firmensitz im ostwestfälischen Löhne wurde im Jahr 2008 gegründet und hat seitdem mehrere hundert Module an Privat- und Gewerbekunden ausgeliefert. Je nach Kundenwunsch reicht die Wohnfläche von 15 bis 50 m² je Einzelmodul, durch die Kombination mehrerer Module entstehen komplexe Wohn- oder Bürogebäude, die sogar zweigeschossig errichtet werden können.

Das innovative und modulare Konzept der SmartHouse-Module bietet individuelle Raumgestaltung mit einem Höchstmaß an Flexibilität. Jedes SmartHouse-Modul wird in der firmeneigenen Fertigungshalle gebaut und mittels Spezialtransport an den Bestimmungsort gebracht und aufgestellt. Diese Vorgehensweise bietet kurze, planbare Fertigungszeiten von 6–8 Wochen, unabhängig von Jahreszeit und Witterung. SmartHouse-Module sind flexibel erweiterbar und lassen sich auch nach Jahren an einen anderen Standort versetzen. Die Module werden wie moderne Fertighäuser in Holzständerbauweise gebaut und bieten gleichzeitig den wesentlichen Vorteil der trockenen Fertigung in der Produktionshalle.

Wenn ein solches Modul fertiggestellt ist und die Fertigungshalle verlassen soll, kommen die Logistikspezialisten zum Zuge und müssen wahre Millimeterarbeit leisten, denn das Hausmodul muss zum Transport zum Kunden auf den Trailer gehoben werden. Für diese Arbeit mit Fingerspitzengefühl setzt SmartHouse seit Mitte 2015 ABUS Krane ein: es handelt sich um zwei Zweiträgerlaufkrane ZLK mit einer Gesamttragfähigkeit von 25 t und einer Spannweite von 18,98 m. Die Planungsphase für dieses Projekt begann bereits im Juli 2013, als sich die örtliche ABUS Werksvertretung Leßmann vor Ort ein Bild über die Gegebenheiten wie Hallenhöhe, Zustand und Belastbarkeit der vorhandenen Kranbahn sowie Maße und Beschaffenheit der zu transportierenden Hausmodule machte. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die größte Herausforderung darin bestand, die geforderte Gesamttragfähigkeit von 25 t zu realisieren. Durch mehrere technische Maßnahmen konnte erreicht werden, dass die Kranbahn auch dieser neuen Belastung von einer Gesamttragfähigkeit von 25 t standhält: so wurden seitliche Führungsrollen an den Kranen angebracht, vergrößerte Radstände realisiert sowie eine Distanzierung der Krane vorgenommen, um die statische Belastung zu reduzieren. Doch es galt nicht nur, die Kranbahn zu optimieren, sondern auch bei der Hallenhöhe zählte jeder Zentimeter. Als Hebezeug kommt daher eine Zweischienenkatze der Bauart DQA zum Einsatz. Dieser Seilzug zeichnet sich durch eine extrem niedrige Bauart aus und passt sich somit auch bei geringem Freiraum nach oben perfekt an die Hallengeometrie an.

Die beiden Krane arbeiten zusammen im sogenannten Tandembetrieb und werden mit einer Funksteuerung bedient. Mit Hilfe der ABUS Funksteuerung ABURemote können so die Module sicher verladen werden, da sich der Kranbediener außerhalb der Verladezone befindet. Die Industrievertretung Leßmann unterstützte SmartHouse zudem bei der Beschaffung geeigneter Lasttraversen zum sicheren Anschlagen der Last beim Verladen der Module auf einen LKW. Ein Beispiel einer solchen Verladung und eines Transportes zum Kunden ist unter folgendem Link zu sehen: YouTube.

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